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Tausendundeine Nacht – das glückliche Ende

Claudia Ott; Foto: Dominik Rößler, Random House, 2012

Erzählkonzert mit Claudia Ott - am 9.2., 19:30 uhr

Am 09.02.2017 wird Claudia Ott aus ihrer Übersetzung von „Tausendundeine Nacht“ lesen. Begleitet wird sie von Musikern, die orientalische Musik auf Originalinstrumenten spielen, sodass die arabische Märchensammlung in einem regelrechten Erzählkonzert präsentiert wird. Die Eintrittskarten können für 12 Euro (8 Euro ermäßigt) im Vorverkauf in der Stadtbibliothek Erlangen oder am 9. Februar 2016 ab 18.30 Uhr an der Abendkasse erworben werden.

Die im 9. Jahrhundert entstandene arabische Märchensammlung erzählt in ihrer Rahmenhandlung von König Schahrayâr, der jeden Tag eine neue Frau heiratet und sie nach einer Nacht, da er ihre Untreue vermutet, tötet. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, bietet sich Scheherazade dem König als Ehefrau an und beginnt in der ersten Nacht eine Geschichte zu erzählen. Als der Morgen graut, bricht sie ab, und der König, der den Fortgang der Geschichte erfahren möchte, lässt Scheherazade am Leben – 1001 Nächte lang.

Die Übersetzerin und Arabistin Claudia Ott ist in Erlangen keine Unbekannte: Von 2000 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Orientalische Philologie der FAU. Für ihre Übersetzung von Tausendundeine Nacht erhielt Claudia Ott Förderstipendien des Deutschen Übersetzerfonds sowie ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds. 2011 wurde sie mit dem Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet.

Im Rahmen des Kulturforums von FAU INTEGRA, das einen Beitrag zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen leisten möchte, findet am 10.02.2017 außerdem ein Workshop mit Claudia Ott statt, an dem deutsche Studierende und Geflüchtete aus dem FAU-Projekt teilnehmen. Gemeinsam wird die verschlungene Wanderung von Märchenmotiven zwischen Orient und Okzident nachvollzogen: „Vom französischen Ali Baba zum arabischen Schneewittchen“.